Kluge Köpfe

Kluge Köpfe

Wissenschaft – seit Jahrhunderten ein Top-Thema in der Mark.

 

Längst gehört Berlin-Brandenburg europaweit zu den Regionen mit der größten Forschungsdichte, Potsdam ist die Stadt in Deutschland mit der höchsten Wissenschaftlerdichte. Alle großen deutschen Forschungsgesellschaften sind in Potsdam mit jeweils mehreren Instituten ansässig, in ganz Brandenburg sind es 19 Einrichtungen. Mit dem Ausbau der Lausitz zur Forschungsregion werden es mehr. Und auch die einzige Filmuniversität der Welt ist in Potsdam zu finden.

 

Die aktuelle Wissenschaftsdichte in der Region hat eine lange Forschungstradition. Einige der bekanntesten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der vergangenen beiden Jahrhunderte lebten und forschten u.a. auch in Brandenburg.

 

Spielkartensets „Kluge Köpfe – Brillant Minds“

 

Albert Einstein, Alexander von Humboldt, Lise Meitner und Co. lebten und forschten in der Region und sind ab November als Spielkartensets in der Wissenschaftsetage (WIS) im Bildungsforum Potsdam erhältlich. So wird eine Partie Skat oder Rommé zu einem ganz besonderen Erlebnis.

 

Mit den Spielkarten hat sich proWissen Potsdam e.V. beim Wettbewerb „Gemeinsam FÜR Potsdam“ in der Kategorie „Kunst und Kultur“ beworben. Für die Unterstützung des Projektes reicht ein Klick!

Danke für Ihre Unterstützung!

 

Albert Einstein

Physiker
*1879 1955

 

Albert Einstein war ein deutscher Physiker mit Schweizer und US-amerikanischer Staatsbürgerschaft. Er gilt als einer der bedeutendsten theoretischen Physiker der Wissenschaftsgeschichte und weltweit als bekanntester Wissenschaftler der Neuzeit. Seine Forschungen zur Struktur von Materie, Raum und Zeit sowie zum Wesen der Gravitation veränderten maßgeblich das zuvor geltende newtonsche Weltbild. Drei Jahre seines Lebens verbrachte Einstein mit seiner Familie in Caputh – dem heutigen Einsteinhaus.

Alexander von Humboldt

Geograf | Forschungsreisender

1769 1859

 

Alexander v. Humboldt, bekannt durch seine Verdienste in der Biologie sowie die Etablierung der Geografie als empirische Wissenschaft, erkundete auf zahlreichen Forschungsreisen einen Großteil der Welt, sammelte wichtige Erkenntnisse über Flora und Fauna und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Vermessung und Kartographierung der Erde. Nach seinen Expeditionen durch Amerika lebte Humboldt in Potsdam und arbeitete an seinem Hauptwerk  Kosmos – die künstlerisch wie wissenschaftlich ambitionierte Darstellung der ganzen Welt.

Clara Hoffbauer

Stifterin/Bildungsreformerin

 

*1830 †1909

 

Clara Ottilie Alexandrine Emilie Hoffbauer, geborene Becker, heiratete 1850 den Berliner Kaufmann Herrmann Hoffbauer und zog Mitte der 1860er nach Potsdam, in die Villa „Havelhaus“ auf der heutigen Insel Herrmannswerder. Die Villa wurde zum Begegnungsort mit Theodor Fontane und Ernst von Bergmann. 1884 kaufte sie weitere Grundstücke und gründete die Hoffbauer-Stiftung, deren Ziel die Erziehung und Bildungsförderung von elternlosen Mädchen und jungen Frauen im evangelischen Sinn und die Pflege kranker und alter Menschen war.

Gottfried Wilhelm Leibniz

Mathematiker, Physiker, Theologe/Philosoph & Universalgelehrter

 

*1646 †1716

 

Gottfried Wilhelm Leibniz war ein deutscher Philosoph, Mathematiker, Jurist, Historiker und politischer Berater der frühen Aufklärung. Er gilt als der universale Geist seiner Zeit, der versuchte, alle Disziplinen zu beherrschen und stand mit nahezu allen bedeutenden Gelehrten in Kontakt. Die Mathematik sah Leibniz als Schlüssel dafür, die Welt zu verstehen. Er war der erste Präsident der Königlich-Preußischen Akademie der Wissenschaften (heute Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften).

Lise Meitner

Physikerin

1878 1968

 

Die Physikerin Lise Meitner entdeckte mit dem Atomphysiker Otto Hahn das Element Protactinium und leitete ab 1918 die physikalisch-radioaktive Abteilung des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Chemie in Berlin-Dahlem. Als erste Frau wird sie 1926 Professorin. 1938 floh sie nach Schweden, von wo aus sie Hahn die physikalische Erklärung seiner ersten Kernspaltung lieferte, für die er 1944 allein den Chemie-Nobelpreis erhielt. Meitner war die erste Wissenschaftlerin, die Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften wurde.

Max Planck

Physiker

*1858 †1947

 

Der Physiker Max Planck gilt als Begründer der Quantenphysik. Er studierte in München und Berlin und folgte 1885 einem Ruf nach Kiel, 1889 wechselte er nach Berlin, wo er den Lehrstuhl für theoretische Physik erhielt. Er beschäftigte sich mit der Strahlung Schwarzer Körper und konnte 1900 eine Formel – die Plancksche Strahlungsformel – präsentieren, die diese Strahlung erstmals korrekt beschrieb. Damit legte er den Grundstein für die moderne Quantenphysik.

Unterstützung erhielt er dabei von Albert Einstein, in dessen Haus in Caputh er oft zu Gast war.

Rahel Hirsch

Medizinerin

∗1870 †1953

 

Rahel Hirsch war die erste Frau im Königreich Preußen, die 1913 zur Medizin-Professorin ernannt wurde. Die von ihr entdeckte Durchlässigkeit der Schleimhaut des Dünndarms für großkorpuskuläre Partikel und die anschließende Ausscheidung mit dem Harn wurde nach ihr Hirsch-Effekt benannt. Ihr zu Ehren hat der Staat Israel sie in die Galerie berühmter jüdischer Wissenschaftler in Jerusalem aufgenommen.

Theodor Fontane

Dichter | Schriftsteller

1819 1898

 

Heinrich Theodor Fontane, geboren in Neuruppin, war ein bedeutender Schriftsteller des Realismus, Journalist, Theaterkritiker und Militärhistoriograph. Schon während seiner Apothekerlehre veröffentlichte er erste Gedichte. 1849 gab er den Apothekerberuf auf und widmete sich dem Schreiben. Zu einem seiner bekanntesten Werke gehören die Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Fontanes letzter Roman Der Stechlin erschien erstmals 1897.